Eingewöhnung:

 

Die Eingewöhnung ist für ihr Kind, aber auch für mich sehr wichtig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese zu gestalten. In der Regel dauert sie etwa 14 Tage, wobei sich diese Zeitspanne, je nach Kind, aber um ein paar Tage - bis zu Wochen - verändern kann. In der Eingewöhnungsphase müssen unbedingt die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Somit wird diese ja nach Kind individuell gestaltet. Die Eingewöhnung kann folgender Maßen aussehen:

 

Die Anfangsphase:

Gerne besuche ich sie und ihr Kind in seiner zu einem Erstgespräch zu Hause in seiner gewohnten Umgebung. Danach kommt das Kind mit einer Bindungsperson (Vater, Mutter oder evtl. Oma, Opa) zu mir. In dieser Zeit lerne ich sie und ihr Kind besser kennen, erfahre mehr über die Vorlieben und Abneigungen ihres Kindes, über seine Rituale und Bedürfnisse. Auch sie und vor allem ihr Kind wird mich in dieser Zeit besser kennen lernen, was ihm hilft Vertrauen zu schaffen.

 

Die Stabilisierungsphase:

Wenn das Kind etwas Vertrauen zu mir gefasst hat, ist die Bindungsperson des Kindes nur noch Zeitweise anwesend. Nach dem Abschied von Mama oder Papa sorge ich für Ablenkung. Dieses kann z.B. durch ein Spiel geschehen, oder dem gemeinsamen Anschauen eines Buches. Hierbei habe ich wieder die Möglichkeit, ihr Kind weiter zu beobachten, seine Interessen zu erkunden und darauf einzugehen. Die Zeiten, die das Kind alleine mit mir verbringt, werden langsam verlängert, wobei die Bindungsperson hierbei immer erreichbar sein muss. Bitte denken sie auch daran, ihrem Kind einen ihm vertrauten Gegenstand (Kuscheltier, Lieblingsauto, Schmusetuch...) mitzugeben.

 

Die Schlussphase:

Ihr Kind verbringt die Zeit alleine mit mir. Sie sind nur für den Notfall erreichbar.

Wenn ihr Kind eine Bindung zu mir aufgebaut hat, kann die Eingewöhnungsphase beendet werden.

 

Entwöhnung:

Wenn die Tagespflege nicht mehr benötigt wird, bitte ich sie, ihr Kind nicht einfach aus dieser herausreißen, sondern ihm auch genügend Zeit zur Entwöhung zu geben!

 

 


 

 

Man kann in Kinder nichts hinein prügeln, aber vieles heraus streicheln.
(Astrid Lindgren)