Eingewöhnung:
Die Eingewöhnung ist für ihr Kind, aber auch für mich sehr wichtig. Planen sie deshalb bitte genügend Zeit ein, so dass ihr Kind hier ganz in Ruhe ankommen und sich sicher fühlen kann. Es
soll Vertrauen in mich aufbauen und mich als Bezugsperonen sehen können, bevor wir mit der Betreuung beginnen.
In der Regel dauert die Eingewöhnung etwa vier Wochen, wobei sich diese Zeitspanne, je nach Kind, allerdings auch um ein einige Tage - bis zu Wochen - verändern kann. In der Eingewöhnungsphase
müssen unbedingt die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Somit wird diese ja nach Kind individuell gestaltet.
Vor der eigentlichen Eingeweöhnung, welche jeweils von Montags bis Freitags statt findet, lade ich sie und ihr Kind zum "Schnuppern" ein. Kommen sie gerne etwa einen Monat vor der Eingewöhnung
ein mal die Woche für eine Stunde zu Besuch. So kann ihr Kind die neue Umgebung hier schon mal kennen lernen und die anderen Kinder und auch ich sind ihm auch nicht mehr so fremd, wenn wir mit
der Eingewöhnung beginnen :)
Die Eingewöhnung dann kann folgender Maßen aussehen:
Die Anfangsphase:
Ihr Kind kommt täglich mit einer festen Bezugsperson (Vater, Mutter oder evtl. Oma, Opa) zu mir. Ein Wechsel dieser Bezugsperson sollte während der Eingewöhnung möglichst vermieden werden. In dieser Zeit lerne ich sie und ihr Kind besser kennen, erfahre mehr über die Vorlieben und Abneigungen ihres Kindes, über seine Rituale und Bedürfnisse. Auch sie, und vor allem ihr Kind, werden mich in dieser Zeit besser kennen lernen, was hilft Vertrauen zu schaffen.
Die Stabilisierungsphase:
Wenn das Kind etwas Vertrauen zu mir gefasst hat, ist die Bezugsperson des Kindes nur noch zeitweise anwesend. Nach dem Abschied von Mama oder Papa achte ich auf die Bedürfnisse
ihres Kindes. Möchte es Spielen oder ein Buch anschauen? Braucht es ein Körpernähe? Hierbei habe ich wieder die Möglichkeit, ihr Kind weiter zu beobachten, seine Interessen zu erkunden und darauf
einzugehen.
Die Zeiten, die das Kind alleine mit mir verbringt, werden langsam ausgedeht, wobei die Bezugsperson hierbei immer erreichbar sein muss.
Ein ihnen vertrauter Gegenstand (Kuscheltier, Schmustuch oder ein Fotoalbum, in dem sich ihre Lieben wieder finden) verhilft vielen Kindern zu mehr Sicherheit.
Die Schlussphase:
Ihr Kind verbringt die Zeit alleine mit mir. Sie sind nur für den Notfall erreichbar.
Wenn ihr Kind eine Bindung zu mir aufgebaut hat, kann die Eingewöhnungsphase beendet werden.
Entwöhnung:
Bevor ein Kind die Tagespflege verlässt, wird dieses schon lange vorher thematisiert. Meist ist es der Wechsel in den Kindergarten, welcher dann als Thema aufgegriffen wird. Statt es aus der Kindertagespflege herauszureißen wird das Kind so sanft auf das Ende der Betreuung durch mich vorbereitet.
Man kann in Kinder nichts hinein prügeln, aber vieles heraus streicheln.
(Astrid Lindgren)